Olympique de Marseille ist ein Gegner, auf den der ruhmreiche FC Bayern noch nie in seiner Europapokalgeschichte getroffen ist - ein schillernder Klub, in positiver wie negativer Hinsicht, und der einzige französische Verein, der die Champions League gewinnen konnte. Jetzt kommt es zum Duell mit den Südfranzosen - im Viertelfinale der Champions League-Saison 2011/2012. Bayern-Star Franck Ribéry spielte von 2005 bis 2007 bei OM.
OM wurde 1899 gegründet, also in dem Jahr als auch die TSG Hoffenheim das Licht der Welt erblickte - kleiner Scherz am Rande. Marseille hatte in der Vergangenheit so einiges an Spielerpersönlichkeiten zu bieten: Völler, Papin, Gerets, Ribéry, Drogba, Desailly, Deschamps, Förster, Waddle, Nasri, Barthez, Weah, Allofs, Köpke, Djorkaeff, Tigana, der aktuelle französische Nationalcoach Laurent Blanc - ja sogar Franz Beckenbauer war mal sportlicher Direktor bei Olympique. Unter Beckenbauer gelang es dem Klub 1991 ins Finale der Champions League einzuziehen, dort verlor man allerdings gegen Roter Stern Belgrad im Elfmeterschießen. Zwei Jahre später holte OM dann den Titel gegen den AC Milan.
Marseille, die Hafenstadt am Golfe du Lion, ist nach Paris die zweitgrößte Stadt Frankreichs und hat mit dem Stadion Stade Vélodrome das zweitgrößte Stadion des Landes (über 60.000 Zuschauer) - nach dem Stade de France in der Hauptstadt.
In der aktuellen Meisterschaftssaison schwächselt OM derzeit - fünf Niederlagen in Folge rücken die Champions League-Teilnahme in der nächsten Saison in weite Ferne.
Doch bei Top-Spielen wie gegen Dortmund oder Inter in der Champions League zeigte Olympique seine Gefährlichkeit. Bester Torschütze des Teams in der Champions League ist André Ayew mit vier Treffern.
Das Viertelfinalhinspiel findet am Mittwoch, den 28. März, in Marseille statt - das Rückspiel dann nur eine Woche später am Dienstag, den 3. April, in München. Der Sieger dieser Begegnung trifft im Halbfinale auf den Sieger der Partie Nikosia vs Real.
1 Kommentar:
Das Stade Velodrome wird aktuell umgebaut für die EM 2016 und bietet deutlich weniger Platz als die 60.000, die es sonst sind.
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